Vindalho (engl.: Vindaloo; auch Vindalu) ist ein beliebtes, sehr scharfes indisches Gericht.
Am intensiv-aromatischem und scharfem Geschmack ist das südindische Gericht kaum zu überbieten.
Es entstand in Goa, dem heutigen kleinsten Bundestsaat Indiens, der bis in die 1960er Jahre unter portugiesischer Kolonialverwaltung stand während sich entsprechend viele Einwohner Christentum zum bekannten. Die Portugiesen brachten nämlich eine typische Zubereitungsart für Schweinefleisch mit: das Marinieren in Wein, Knoblauch und Gewürzen, auf portugiesisch carne em vinha de alhos.
Die indische Bezeichnung wandelte sich von “vinha de alhos” zu “Vindaloo”
Anstatt Schwein wird in Indien auch Geflügel oder Lamm (bei Hindus und indischen Muslimen) und als Gewürze werden heute Ingwer, Chilischoten, Kreuzkümmel, Pfefferkörner, Kardamom, Nelke, Piment, Tamarinde, Zimt, Senfsamen, Bockshornklee, Koriander, Kurkuma – wenn nicht gar eine fertige Vindaloo-Currypaste verwendet.
Das Gericht erfreut sich in Großbritannien einiger Beliebtheit und ist auf den Speisekarten vieler indischer Restaurants zu finden. In der englischen Umgangssprache wird es als „Vindy” bezeichnet. Serviert wird mit Hühnchen oder Lamm, manchmal sogar mit Kartoffeln gemischt. Im traditionellen Vindaloo sind keine Kartoffeln enthalten, es handelt sich hierbei um ein Missverständnis, da alu (anglisierend aloo) das Hindi-Wort für Kartoffel ist.
Die Beliebtheit des Gerichtes hat ein englisches Lied zur Fußball-WM 1998 inspiriert (Vindaloo von Fat Les, Platz 2 der britischen Charts 1998).

